Der Nordpark ist 36 Hektar groß, 1937 für eine Ausstellung angelegt, heute Gartendenkmal, und für Kinder vor allem eins: der Park, in dem ein Spielplatz, Wasser, ein Japanischer Garten und der Aquazoo nebeneinander liegen. Man kommt für zwei Stunden und bleibt vier.
Der Spielplatz ist in fünf Inseln aufgeteilt, was auf dem Papier nach Konzept klingt und in der Praxis heißt: Die Einjährigen buddeln auf der Krabbelinsel mit eigener Schaukel, die Vierjährigen pumpen auf der Wasser-Matsch-Insel Wasser in Rinnen und heben es mit dem Kran wieder raus, die Achtjährigen hängen in Netz und Strickleiter der Kletterinsel oder balancieren. Und alle wollen auf die Himmelsschaukel, vier Meter hoch, mit der man weit über die Wiese fliegt. Eltern auch.
Die Matschinsel ist der Grund, im Sommer Wechselkleidung mitzunehmen. [Ob das Wasser lief, als du da warst, und wie viele Kinder dort standen.]
Der Japanische Garten liegt ein paar Minuten weiter: Koi, Kiefern, Steine, kleine Wege. Für Kinder ein Zehn-Minuten-Ausflug zum Fische-Gucken, kein Ort zum Toben, und so soll er auch bleiben. Die Wasserbecken mit Fontänen entlang der Hauptachse sind dagegen ein Spaziergang, der auch mit Dreijährigen funktioniert.
Das Nordpark Café öffnet erst um 12, dienstags bis sonntags, montags gar nicht. Für den Vormittag heißt das: Thermoskanne mitnehmen. Ab mittags gibt es Kaffee für 3,50, Cappuccino für 3,80 und einen Kids Kakao für einen Euro, der Preis, mit dem man Kinder ohne Diskussion vom Spielplatz an den Tisch bekommt. Sonntagnachmittags wird das Café zum Picknick-Club mit DJ, dann ist die Wiese davor voll.
Parken kostet, der Parkplatz liegt an der Kaiserswerther Straße. Einfacher: U78 oder U79 bis Nordpark/Aquazoo, die Haltestelle heißt so, weil sie direkt davor liegt.
Der beste Plan: Aquazoo am Vormittag, wenn er noch leer ist, danach Spielplatz und Picknick auf der Wiese. Oder an heißen Tagen umgekehrt, erst matschen, dann ins kühle Aquarium.